OGV Schweinheim
Gartenarbeit Schweinheim

Die Geschichte des Obst- und Gartenbauvereins

Die ersten Bestrebungen zu einer Vereinsgründung gingen nach vorliegenden Unterlagen schon auf das Jahr 1905 zurück. Aus dieser Zeit stammt bereits eine Vereinssatzung sowie eine Mitgliederliste.

Die offizielle Gründung erfolgte jedoch erst am 26. Januar 1908. Zu diesem Zweck hatten sich Mitglieder des Bauernvereins unter dem Vorsitz des Obmannes Josef Kullmann in der Gaststätte der "Schwindschen Brauerei" versammelt. Nach Beschlussfassung einer Vereinsgründung unter dem Namen "Obstbauverein Schweinheim" traten sämtliche 38 anwesenden Mitglieder des Bauernvereins dem Obstbauverein bei. Sie wählten aus ihren Reihen folgende Vorstandschaft:

• Eduard Zahn, Schmiedemeister, zum 1. Vorsitzenden
• Sebastian Brunner, Landwirt, zum 2. Vorsitzenden
• Alban Syndikus, Kaufmann, zum Kassier
• Josef Fäth, Kaufmann, zum Schriftführer

sowie den Werkmeister Josef Bonn, den Kunstmaler Josef Spahn und die Landwirte Ludwig Kullmann und Valentin Völker zu Beisitzern. Wie schon aus dem Namen "Obstbauverein" hervorgeht, diente der Verein zunächst nur rein obstbaulichen Zwecken wie z.B. dem Ankauf, dem Anbau und der Pflege von Obstgehölzen, sowie der Vermarktung des anfallenden Obstertrages. Vor allem der gemeinsame Obstabsatz, bei dem jährlich weit über tausend Zentner Kernobst an übergebietliche Märkte verschickt wurden, funktionierte ausgezeichnet.

Der erste Weltkrieg indes und die anschließende Inflationszeit machte allen Erfolgen ein jähes Ende. Erst im Jahre 1925 fand man sich unter dem neugewählten 1.Vorstand Ignatz Hirsch wieder zu echten Gemeinschaftsarbeit zusammen. So konnte das 25. Vereinsjubiläum am 21.3.1933 im Gasthaus Nikolaus Kern bei einem Mitgliederstand von 78 Personen schon wieder im Bewusstsein einer erfreulichen Aufwärtstendenz gefeiert werden. Am 27.8.1933 fand eine Neuwahl statt, bei der Valentin Völker zum ersten und Leopold Roth zum zweiten Vorstand gewählt wurden.

Das Vereinsleben während des sogenannten 3. Reiches war wie so vieles mit zahlreichen Verfügungen und Verordnungen belastet, sodass die Eigeninitiative sehr stark in den Hintergrund treten musste, was in einem deutlichen Mitglieder-Tiefstand von 35 Personen einen deutlichen Widerhall fand. Am 5.1.1941 wurde der Vorsitz dem späteren Ehrenvorsitzenden Willi Bahmer übertragen. Ihm ist es zu verdanken, dass der Verein, wenn auch sehr stark angeschlagen, über die Zeit des Krieges gerettet wurde.

Zum Zwecke eines Neubeginns wurde dem Gärtnermeister Wilhelm Syndikus am 3.1.1946 als ersten Vorsitzenden die Geschicke des Vereins übertragen. Von diesem Zeitpunkt an wurde die Tätigkeitsbasis im Vereinsleben bedeutend erweitert. Von den bisher rein obstbaulichen Tätigkeiten wurde auf allgemein gartenbauliche Belange "umgestiegen", sodass neben dem Obstbau nunmehr auch der Gemüsebau und der Zierpflanzenbau, kurzum der ganze Hausgarten- und Zimmerpflanzenkomplex voll auf ihre Rechnung kamen.

Damit wurde man nicht nur den Interessen der Mitglieder, sondern auch dem seit den letzten Kriegsjahren neugewählten Namen des Vereins von bisher "Obstbauverein" in "Obst- und Gartenbauverein" voll gerecht. Am 21.3.1950 übernahm Bruno Fäth die Vereinsführung.

Am 16.5.1953 übernahm Anton Oberle das Amt des 1. Vorsitzenden. Unter seiner seiner Amtszeit fällt die Einführung der bis heute so beliebten Blumenschmuck-Wettbewerbe und das 50-jährige Vereinsjubiläum. Am 21.1.1962 wurde Willi Bahmer für weitere 3 Wahlperioden bei einem Mitgliederstand von 170 Personen zum 1. Vorsitzenden gewählt.

Am 27.12.1970 wurde Erhard Wengerter bei einem Mitgliederstand von 200 Personen zum 1. Vorsitzenden gewählt. Seit 12.2.1986 führt Werner Oberle den Verein bei z.Z. 265 Mitgliedern.

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